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Hurra - Magdalena ist da!

Am 11. November erblickte Magdalena, Tochter von Flügelhornistin Klaudia Immler das Licht der Welt!


Liebe Magdalena, wir heißen dich herzlich willkommen!






 
Frischer Wind im Taufkirchner Klarinettenregister
Donnerstag, den 10. November 2016 um 17:10 Uhr

Am 05.11.2016 fand im Bilger-Breustedt Schulzentrum in Taufkirchen an der Pram ein Workshop für Klarinettisten statt.


Die Musiker des Klarinettenregisters der Musikkapelle Taufkirchen konnten sich bei Ing. Mag. Martin Fluch (Klarinettist beim Radio-Symphonieorchester Wien, Geschäftsführer Fa. Maxton) aus Wien zahlreiche Expertentipps und Ratschläge zum persönlichen Spielstil und für den richtigen Umgang mit der Klarinette geben lassen. Im Einzelgespräch wurden individuelle Abstimmungsvarianten für die persönliche Mundstück-Blatt-Kombination ausprobiert. Außerdem fand eine fachliche Überprüfung und Empfehlung zur Pflege der Instrumente statt. Dank praxisnaher Hilfestellung und fachlicher Unterstützung bei der Auswahl von Mundstück und Blatt konnten optimale Abstimmungen auf den Instrumenten erreicht werden.


Die Musiker sind nun also top motiviert und inspiriert um beim Kirchenkonzert am 26.11.2016 um 19:00 Uhr in der Pfarrkirche Taufkirchen an der Pram das neu erlangte musikalische Bewusstsein  für die Besucher hörbar zu machen.




 
Im Gespräch mit unseren Tubisten
Dienstag, den 25. Oktober 2016 um 16:44 Uhr



Ihr drei habt nicht nur gemeinsam, dass ihr Tuba spielt, sondern auch, dass jeder von euch zuvor ein anderes Instrument in der Kapelle spielte. Was trug letzten Endes bei jedem einzelnen von euch dazu bei, dass ihr euch für die Tuba entschieden habt, bzw. wie sieht es generell mit dem musikalischen Werdegang bei euch über all die Jahre aus? Hans, du hast ja beispielsweise vorher große Trommel und Tschinellen gespielt. Wie schwer war es für dich, noch ein Blasinstrument zu erlernen?
Hans: Mich hat letzten Endes das Schlagzeug musikalisch nicht befriedigt. Nach einer kurzen Abstinenz von der Kapelle habe ich mich entschlossen, wieder zur Musikkapelle zurück zu kommen und Bass zu lernen. Das war für mich fast wie ein Neuanfang. Ich habe nicht viel anwenden können von all dem, was ich am Schlagzeug beherrscht habe.


Wie alt warst du, als du zum Tuba-Lernen begonnen hast?

Ich war 54 Jahre, als ich mir den Hans Oberauer als Lehrer gesucht habe. Der hat mir gewaltig auf die Sprünge geholfen. Anfänglich bin ich in der Kapelle musikalisch nur mitgeschwommen. Bis ich zur Stütze wurde, brauchte es schon einige Zeit.
Hannes: Wenn wir dich heute nicht hätten, Hans, würden wir schon etwas alt aussehen!
Hans: Alt bin ich. Aber ich fühl mich eigentlich nicht alt! (Lacht)
Außerdem war mir, nachdem ich mit dem Schlagzeugspielen aufhörte, relativ schnell klar, dass ich wieder zur Kapelle will. Der Musikverein ist einfach meine Gemeinschaft, der ich seit 1975 angehöre.


Wie war das mit dem Notenlesen als ehemaliger Schlagzeuger?
Rhythmisch habe ich die Noten lesen können. Musikalisch war ich zwar durch das Chorsingen nicht so schlecht aufgestellt, aber es war schon noch einiges an Feinschliff notwendig. Über den absoluten Feinschliff bin ich mir nicht sicher, ob ich den noch erlangen werde.
Hannes: Ich weiß ja nicht wie ihr das handhabt, aber ich spiele keine Note, sondern einen Griff. Die geschriebene Note ist für mich nichts anderes als ein Symbol für einen Griff. Wenn du mich schnell fragst, wie eine Note heißt, muss ich erst einmal nachdenken.
Patrick: Ich mach das genauso, wenn ich beispielsweise viele Kreuz als Vorzeichen notiert habe. Das kommt auf der Tuba ja so gut wie nie vor.
Da unterscheidet sich mein System sicher von dem Euren. Ich muss zuerst wissen, um welche Note es sich handelt, damit ich die dann richtig greifen kann.
Hannes: Wart mal, Christian, was bist du für ein Sternzeichen?
Jungfrau!
Hannes: Ah ja, da kommt das Verkopfte wieder durch! Ich bin Zwilling und sage mir: Irgendwie geht es schon. Wenn mir jemand sagt, ich soll eine bestimmte Dur-Tonleiter spielen, dann taste ich mich oft gedanklich vorher mit anderen Noten – also Griffen – heran.


Hannes, du bist ja ein ehemaliger Registerkollege von mir, wobei ich zu deiner Zeit als Trompeter noch als Flügelhornist meine Sporen verdient habe. Also stimmt diese Aussage nur bedingt.
Hannes: Das Flügelhorn war auch mein erstes Instrument in der Kapelle. Ich habe dann 1990 zur Trompete gewechselt. Die Tuba hat mich allerdings immer schon interessiert. Dann herrschte bei den Tubisten 2001 ein Mangel, und ich habe nach Absprache mit dem Kapellmeister begonnen, mir selbst Tuba beizubringen. Es ist im Prinzip auch nur mehr darum gegangen, mir die Griffe einzulernen, die sich ja von denen auf der Trompete unterscheiden. Da habe ich mich auch zwischendurch mal geärgert und hab zu mir selbst gesagt: „Ach Fischer, du bist ein Depp! Hättest du einfach auf Tenorhorn umgelernt, dann hättest du dir das mit den Griffen ersparen können.“ Der angenehme Nebeneffekt, den ich gleich einmal kennen lernen durfte, war, dass der Wolfi als Kapellmeister – und selbst auch Trompeter – immer ein spezielles Auge bzw. Ohr auf das Trompetenregister hatte, und wir es bei den Bässen mehr oder weniger ruhig hatten während der Proben. Ein unangenehmer Nebeneffekt war für mich, dass man mit einem Bass einfach viel sperriger unterwegs ist als mit einer Trompete.


War für dich der Übergang von einem Melodieinstrument zu einem Begleitinstrument anfänglich ungewohnt?
Hannes: Jetzt muss ich wieder mit der Astrologie kommen: Ich habe meine Sonne im 3. Haus. Das bedeutet: Lebensenergie in der Selbstdarstellung. Interessanterweise ist aber mit dem Wechsel von der Trompete auf die Tuba bei mir auch eine Persönlichkeitsveränderung eingetreten. Wobei ich anfügen muss, dass ich das schon sehr genossen habe, als Trompeter immer oben drüber zu fahren und der klassisch strahlende Held zu sein, der im Vordergrund steht. Mittlerweile ist mir vor allem wichtig, eine Stütze im Hintergrund zu sein, ohne die es einfach auch nicht geht.
Spielst du noch ab und zu auf der Trompete?
Ja, ich spiele von der Schule aus hin und wieder bei der Weihnachts- oder Ostermesse gemeinsam mit Orgel oder Schülerensembles Stücke auf der Trompete. Zu Beginn ist das Üben dann schon immer ziemlich mühselig, weil einfach kein ordentlicher Ton rauskommt. Ich frage mich dann immer: Wie in Gottes Namen habe ich aus diesem kleinen Mundstück früher einen Ton herausgebracht? Es ist mir allerdings dann schon nach einer etwas intensiveren Übungszeit immer wieder auch lustig, Trompete zu spielen.


Patrick, stimmt es, dass für dich schon nach kurzer Zeit auf dem Horn klar war, dass deine musikalische Zukunft sicher wo anders liegen wird?
Patrick: Ich bin 2011 zur Musikkapelle gekommen und war nur etwa zwei Jahre mit dem Horn dabei. Das Horn als Instrument hat mir dazumal nicht so gepasst. Zu Beginn vom Unterricht schon noch, aber mit der Zeit habe ich den Gefallen daran verloren. Ich sah mich auch leid an diversen Schulkollegen, die Trompete, Tenorsaxophon oder Klarinette spielten und schnell gemeinsam, aufgrund der gleichen Stimmung, musizieren konnten. Bewegt zum Tuba-Lernen hat mich eigentlich der Hans. Er war für mich aus diversen Gründen schon immer ein Vorbild. Außerdem war zum Zeitpunkt meines Wechsels das Register noch mit dem Zarbl Helmut besetzt, der schon musikalisch einiges zu bieten hatte. Durch diese Umstände kam mir der Gedanke, das Hornregister zu verlassen und ein Tubist zu werden. Hans hat mir dann bei seinem Tubalehrer, dem Oberauer Hans, einen Platz in der Musikschule organisiert. Auch wenn ich mir bei manchen modernen Stücken hin und wieder denke, dass Horn schon ein super Instrument ist, so fühl ich mich für die Zukunft ganz wohl dabei, wenn ich dran denke, ewig ein Tubist zu bleiben.
Hans: Ich möchte noch anmerken, dass der Hans Oberauer sich wirklich redlich bemüht hatte damals, dass der Patrick sofort als Quereinsteiger während des Jahres einen Platz in der Musikschule erhalten hat.

Wie sieht es bei euch hinsichtlich musikalischer Betätigungsfelder abseits der Musikkapelle Taufkirchen aus? Soweit ich das einschätzen kann, hat jeder von euch noch das eine oder andere zusätzliche Engagement?
Patrick:
Ja, bei mir hat sich wirklich über die doch noch nicht allzu vielen Jahre als Tubist einiges angehäuft, wo ich dabei bin. Das erste Engagement abseits der Taufkirchner Musikkapelle war eigentlich die Jungmusikkapelle in Rainbach. Über den Josef Schreiner kam ich dann nach ein paar Jahren zum WPOS. Der Hans – wieder einmal – hat mich dann auch kurz darauf zum Taufkirchner Kirchenchor gebracht. Eigentlich war es dann schon so, dass ich in den meisten Kapellen rund um Taufkirchen immer wieder mal dabei war. Das nächste wirklich Wichtige für mich ist eigentlich dann vergangenen August hinzugekommen: die Militärmusikkapelle. Über Kontakte von dort habe ich es jetzt auch zum Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchester geschafft. Die Eindrücke, die ich bisher daraus erlangen konnte – und sicher noch erlangen kann – sind natürlich schon ganz spezielle. Es ist einfach etwas ganz Anderes, mit Streichern – sprich mit Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass – in einem Orchester zu spielen. Als jemand, der von der Blasmusik kommt, war das am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem, was vom Dirigenten gegebene gemeinsame Einsätze mit den Streichern anbelangt, und die wirklich extrem langen Pausen als Tubist. Manchmal habe ich mir während der Proben gedacht: Ruft mich einfach an, wenn ich wieder dran bin…!
Hannes:
Es sei denn, du spielst Wagner.
Patrick:
Ja richtig. Bei Wagner ist die Tuba gefordert.


Was sind deine Eindrücke von der Militärmusik bis jetzt?
Die Militärmusik bietet einem viel Zeit, um selbstständig zu üben, sowie täglich eine gemeinsame Probe als Musikkapelle. Wobei es leider momentan bei uns so ist, dass durch die zeitweilige Umstellung auf Ensembles anstatt Kapellen nach wie vor einige Register bei uns nicht wirklich besetzt sind, was schon etwas schade ist.


Hannes, bei dir sticht vor allem deine berufliche Tätigkeit als Musiklehrer hervor.

Hannes: An sich vollkommen richtig. Allerdings habe ich heuer zum ersten Mal keine Musikstunden mehr. Neuerdings gibt es nämlich wegen Sparmaßnahmen keinen Musikunterricht mehr in den 4. Klassen, und ich habe beinahe ausschließlich diese Schulstufe unterrichtet. Es scheint so zu sein, als wäre Musik eh nicht so wichtig. Allerdings sind immer, wenn irgendein Schulfest oder dergleichen ist, die Musiker und Turner gefragt. Komischerweise habe ich zu solchen Anlässen noch nie einen Mathematiker etwas vorrechnen gesehen. (Lacht)
Abgesehen davon, war ich viele Jahre lang im ÖTB-Oberösterreich verantwortlich für Singen und Tanzen bei den Landesturnfesten. Das war aber hauptsächlich organisatorischer Natur.
Kommt es vor, dass du im Unterricht auf musikalisch begabte Schüler triffst, die abseits des Unterrichts keinerlei musikalische Interessen verfolgen und an sich mehr als geeignet wären, ein Instrument zu erlernen?
Bei solchen Dingen hat sich nachteilig ausgewirkt, dass ich eigentlich nicht Musik studiert habe. Ich habe einfach seit Anfang meiner Lehrtätigkeit Musikstunden gehabt, weil Musiklehrer rar sind. Aber wie gesagt, ich habe keine Ausbildung als Musiklehrer, und somit habe ich in den ersten Jahren nur Unterricht nach Lehrplan gemacht. Dabei bemerkte ich mit der Zeit, dass meine Musikstunden ziemlich trocken waren. Irgendwann hatte ich dann mal den Mut – und den muss man wirklich erst einmal aufbringen – und meine Inhalte geändert. Seitdem unterrichte ich hauptsächlich Dinge, von denen ich überzeugt bin, dass sie den Schülern auch fürs spätere Leben noch etwas bringen. Dabei habe ich eben festgestellt, dass Musiktheorie nur all jenen was nützt, die ein Instrument spielen. Diese Schüler wiederum haben von der Musiktheorie in der Musikschule schon wesentlich mehr gehört. Allen anderen wird von diesen theoretischen Abhandlungen später nicht viel in Erinnerung bleiben, weil sie’s nicht brauchen. Ich habe beispielsweise letztes Jahr wieder eine dritte Klasse unterrichtet, wo ich ein halbes Jahr lang mit Achtel-, Viertel- und Halbnoten und den entsprechenden Pausen gearbeitet habe. Danach habe ich beispielsweise einfache Kinderlieder vorgesungen, und die Schüler sollten mir den Rhythmus in Noten aufschreiben. Ihr habt keine Ahnung, was da trotz ständigen Übens dahergekommen ist. Diejenigen, die ein Instrument spielen, kommen dann nach kürzester Zeit zu mir und präsentieren mir den richtigen Rhythmus. Manch andere aber schreiben beispielsweise punktierte halbe Noten in einem Zweivierteltakt. Wie gesagt, ich richte meinen Unterricht nach der Frage aus: Was verlangt das Leben? Somit finde ich es wichtig, mit den Schülern zu singen, darauf aufmerksam zu machen, wo man Musik im Leben überall begegnet und ihnen so manche Geheimnisse in der Musik entdecken zu lassen.
Hinsichtlich unerkannter Talente muss ich sagen, dass eigentlich alle wirklich guten Schüler in Musik bereits ein Instrument lernen, wenn ich diese in der 4. Klasse bei mir im Unterricht sitzen habe. Die musikalische Förderung beginnt dank des Landesmusikschulwerks zum Glück schon viel früher.


Hans, du bist soweit ich weiß schon seit sehr langer Zeit im Kirchenchor tätig und singst außerdem in einem Männerquartett.
Hans: Ja, richtig. Im Kirchenchor bin ich seit 1975. Sozusagen gleichzeitig angefangen wie bei der Musikkapelle. Mit dem Männerquartett singen wir, also der Fritz Bauer, der Karl Ketter und der Hubert Wiesbauer – auch alles ehemalige Musikanten – je nach Bedarf. Wir singen ab und zu bei einer Hochzeit und gestalten auch zu Weihnachten oder dergleichen eine Messe. Sternsingen gehen wir unter anderem auch, wenn eben Bedarf vorhanden ist.

Wie sieht es allgemein mit musikalische Vorlieben abseits des Blasmusikrepertoires aus? Gibt es da bei jemanden speziell hervorzuhebende Präferenzen?
Patrick: Es ist definitiv so, dass ich zuhause keine Blasmusik höre. Es kommt öfters vor, dass mich jemand darauf hinweist, wenn ich das Radio aufdrehe: „Aber bitte keine Blasmusik!“ So als ob sich Musikanten immer nur Blasmusik anhören würden. Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich mir zuhause gerne auch etwas von Komponisten aus der Klassik anhöre. Bruckner, Mahler und Wagner sind da meine Lieblinge.
Hannes: „Bayern 4 Klassik“ ist der Sender, der bei mir standardmäßig im Autoradio eingestellt ist. Ansonsten habe ich mich durch einen Großteil der klassischen Komponisten durchgehört und bin letzten Endes immer wieder bei Beethoven gelandet. Er ist für mich einfach der Umfassendste unter allen. Bei ihm spürt man, dass er gerade seine vielen bitteren Lebenserfahrungen in Musik umgewandelt hat. Wenn man seine Biographie kennt und sich in seine Musik rein hört, merkt man, was da für eine Kraft und Größe drinnen ist. Gerade wenn es einem selbst schlecht geht und man dann aus seiner Musik wieder Hoffnung schöpfen kann, bzw. sie einen spüren lässt, dass es einen Gott gibt. Zuerst erlebt man bei den Werken von Beethoven immer die Problembegegnung, im weiteren Verlauf aber löst er auf, und schließlich sagt er dir so quasi: Was willst du eigentlich, es geht dir doch eh so gut.


Nach der wirklich sehr tiefsinnigen Erläuterung über die Musik von Beethoven, habe ich noch eine etwas weltlichere Frage an dich, Hannes. Du warst Obmann unser Musikvereines von 2007 bis 2011. Davor warst du lange Jahre Schriftführer. Wie hast du die Zeit als Obmann empfunden, und bist du froh, „nur mehr“ Musikant zu sein und zusehen zu können, wie andere die Geschicke des Vereins lenken?
Es ist definitiv so, dass ich diese vier Jahre als Schinderei empfunden habe. Jetzt nicht so, dass es mir dabei extrem schlecht gegangen wäre, aber es werden heute von einem als Obmann Dinge erwartet, die einfach schwer zu bewältigen sind. Alle tun immer so, als ob man auch Dinge, bei denen man machtlos ist, wie selbstverständlich als Obmann lösen muss. Ich habe nach vier Jahren einfach nicht mehr wollen, dass ich fremde Probleme zu meinen eigenen machen musste. Wenn der Georg Schreiner nach mir das Amt nicht übernommen hätte, und es hätte keinen anderen Nachfolger gegeben, so hätte ich mich nicht breitschlagen lassen, es noch einmal zu machen. Für mich war klar, und das habe ich damals auch offen gesagt, wenn ich die Wahl habe, ob der Verein in Not gerät oder ich, dann weiß ich, für wen ich mich entscheide. Früher war das möglicherweise der Fall, dass ein Einzelner in der Lage war, einen Verein zu führen, weil die Ansprüche nicht so hoch waren. Allerdings sind über die Jahre immer wieder von höheren Stellen, aber auch von den eigenen Leuten, Anforderungen und Erwartungen hinzugekommen, die die Machbarkeit für einen Einzelnen meiner Ansicht nach überfordern. Tacitus hat einmal gesagt: „Ein sterbender Staat hat viele Gesetze.“ Wenn die Leute von selber nicht mehr wissen, was sich gehört, dann braucht es eben Gesetze. Ich war dadurch einfach überfordert und habe mir gesagt: Ich will das nicht mehr.


Sehr klare Worte, muss ich sagen! Wie sieht es da bei dir aus, Hans? Du bist ja jahrelang schon als Archivar tätig. Somit immer jemand, der konstant und verlässlich im Hintergrund arbeitet. Fühlst du dich für so eine Tätigkeit geboren?
Hans: Geboren fühlen? Ich weiß nicht, ob ich es gut genug mache und tatsächlich den Anforderungen entspreche.
Hannes: Er ist Steinbock. Die stellen immer ihr Licht unter den Scheffel!
Hans:  Immer wieder sehe ich halt was, was ich besser machen könnte. Aber man muss sagen, ich war schon früher Archivar und bin dann vom Paul Riedl angesprochen worden, ob ich nicht wieder mal was tun möchte in der Archivarstätigkeit. Die Noten haben sich halt auch schon gestapelt damals.  Seit einigen Jahren habe ich jetzt sogar wieder alle drei Bereiche – also Noten-, Instrumenten- und Kleidungsarchiv – über. Und das geht. Man muss es nur kontinuierlich angehen. Mir ist als Archivar nur wichtig, dass nicht jeder überall hineingreifen und sich was rausnehmen kann, ohne dass ich informiert bin. Es kann sich gerne jeder was aus dem Archiv nehmen, aber es sollte dann auch wieder dorthin zurückkommen. Aber es passt soweit, und ich komm gut zurecht.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass der Georg Schreiner ein toller Obmann ist.
Hannes:  Ja, da stimmen wir vier, die hier sitzen, sicher alle überein. Ich bewundere ihn wirklich. Ich wäre an seiner Stelle sicher schon 50-mal aus der Haut gefahren, vor allem bei den Vorbereitungen zum Bezirksmusikfest. Unbeschreiblich, was er da geleistet hat.
Hans:  Vor allem hervorzuheben sind seine Ruhe und seine freundliche Art.


Ich danke unseren Tubisten für das wirklich sehr informative, tiefsinnige, aber auch lustige Gespräch!


 
Kirchenkonzert 26.11.2016
Dienstag, den 27. September 2016 um 16:07 Uhr


 
HAKUNA MATATA
Dienstag, den 05. Juli 2016 um 18:28 Uhr


 
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